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Warum Beten?

Gebet ist ein Aufschwung unseres Herzens zu Gott. Beten macht uns offen, achtsam für die Welt um uns. Das Gebet verbindet uns miteinander.

 

iStock_000023100271SmallWeil wir offen bleiben!

„Gebet ist ein Aufschwung des Herzens, ein schlichter Blick zum Himmel, ein Ausruf der Dankbarkeit und Liebe inmitten der Prüfung und inmitten der Freude.“ Therese von Lisieux

Beten macht uns nach oben hin offen, für das „Mehr“ im Leben. Im Gebet öffnen wir uns für unsere Umwelt und die Menschen um uns. Damit verändern wir unseren Fokus. Wir richten unsere Aufmerksamkeit nicht isoliert auf uns. Wir geben unser kleinkariertes Ich-Denken auf. Wir versuchen zu spüren, dass wir mit Gott, allen Menschen, der Natur und dem Kosmos verbunden sind. Als endliche Wesen fühlen wir uns oft austauschbar – in Gottes Augen stimmt das nicht. Der Glaube macht uns offen, hilft uns wahrzunehmen, dass jeder Mensch einzigartig ist und eine unantastbare Würde besitzt. Dass jeder Augenblick wertvoll ist, weil er so nicht wiederkommt. Dass das Leben auf unserem Planeten wertvoll ist. Dass es sich lohnt, ein gutes Leben anzustreben. Für alle. Dass es sich lohnt, dass wir uns engagieren, für das Reich Gottes auf Erden. Und dass es möglich ist, es heute schon wahrzunehmen: dass wir etwas vom Reich Gottes schon jetzt – mitten unter uns – entdecken können.

Im Gebet ist Raum für unseren Zweifel, unsere Suche und unsere Begeisterung.

Beten macht uns nach oben hin offen. Im Gebet steigen wir über uns hinaus. Wir können uns und die Welt betrachten. Uns von uns und der Welt distanzieren. Und spüren, dass da noch etwas anderes ist. Etwas, was uns trägt. Etwas, was uns miteinander verbindet.

Beten macht uns nach oben hin offen. Im Gebet sind wir mit Gott per Du. Wie mit einem Vater, einer Mutter, einem guten Freund.

„Das Gebet ist meiner Ansicht nach nichts anderes, als ein Gespräch mit einem Freund, mit dem wir oft und gern allein zusammenkommen, um mit ihm zu reden, weil er uns liebt.“ Teresa von Avila

 

Weil jeder seinen Stil finden kann, auch Familien!

Die Geschichte kennt unzählige Möglichkeiten des Gebetes: Tanz, Schweigen, Arbeiten, Laufen… und natürlich Reden, Schreien, Singen, Klagen, Bitten… Meist werden allerdings nur fünf Hauptarten des Gebets unterschieden: der Segen, die Anbetung, das Bitt- und Fürgebet, das Dankgebet und das Lobgebet.

Was wir beten und wie wir beten, ist wohl immer Typsache – auch wenn wir das Rad nicht neu erfinden müssen und auf einen mehr als zweitausendjährigen Schatz an Gebeten zurückgreifen können. Beten ist wohl immer auch eingebunden in unsere Epoche und in die jeweilige Lebenssituation.

„Vielleicht beten wir am meisten, wenn wir am wenigsten sagen, und am wenigsten, wenn wir am meisten sagen.“ Augustinus

Family Saying Grace Before Eating Lunch Together In KitchenDas Tischgebet steht in dieser Tradition.

Ein gemeinsames Essen kann mit einer kurzen Stille begonnen werden. Mit einem Lied oder einem Psalm. Mit einem „Fertiggebet“ oder mit „frisch zubereiteten, selbst gekochten“ Gedanken. Es gibt schnelle, witzige, tiefsinnige, traditionelle, altehrwürdige und moderne Tischgebete. Tischgebete können anbeten, für uns und andere bitten, danken und loben. Oder alles auf einmal – auf die Gefahr hin, dass das Essen kalt wird.

 

 

Weil es Vieles zu entdecken gibt, wenn wir neugierig sind!

Während der gestaltende Einfluss der Kirchen als institutionalisierte Religion zurückgeht, erwacht angesichts der Irritationen der Postmoderne die religiöse Sensibilität zu neuem Leben.“ Hubertus Halbfas

Während viele Menschen erprobte Gebete bevorzugen, trauen sich manche Christen heute auch, selbst Gebete zu formulieren. Dabei ist ein Gebet kein magisches Ritual, bei dem – wie bei einem Zauberspruch – nur mit der richtigen Wortwahl auch die richtige Wirkung erreicht werden kann.

Was können wir also sagen? Alles! Wir können im Gebet alles ansprechen, alles fordern, für alles bitten oder danken. Ob es nun klug oder dumm, traditionsbewährt oder ausprobierend ist. Im Vertrauen darauf, dass Gott schon versteht, was wir im Innersten brauchen, egal was wir formulieren.

Gleichzeitig wandeln wir uns im Gebet. Im Gebet fließt uns neue Energie zu. Wenn wir uns selbst und anderen Mut und Zuversicht zusprechen, uns in Gottes unendlicher Liebe geborgen wissen  und unseren Dank vor Gott bringen, dann lässt sich vielleicht ein kleines Stück vom Reich Gottes auf Erden erspüren.

 

Weil es unserer Familie gut tut!

Family Saying GraceUnsere Lebenszeit ist zu wichtig, um die Essenszeiten nur für die bloße Nahrungsaufnahme zu nutzen. Und: Gemeinsame Zeiten mit der Familie sind kostbar.

Während sich das Nachtgebet mit den Kindern vor dem Einschlafen ungebrochener Beliebtheit erfreut, wird Essenszeiten oft keine Beachtung geschenkt. Ein gemeinsamer Anfangspunkt, ein paar Gedanken an den Tag oder andere Menschen, ein paar Augenblicke des gemeinsamen Innehaltens können zu einer Familienkultur werden, die den gemeinsamen Augenblick zu etwas Besonderem macht.

Eine gemeinsame Tischkultur verbindet. Gemeinsam planen, einkaufen, decken, dekorieren, beginnen, danken, sich austauschen, gemeinsam enden, aufräumen, auseinandergehen. My home is my castle! So lässt sich Gemeinschaft erfahren und neue Energie tanken.

Wenn wir es schaffen, das Tischgebet mit unserer familiären Tischkultur zu verweben, haben wir aber auch die Chance, mit unserer Familie über den Tellerrand unserer kleinen Welt hinaus zu blicken. Wir lernen, über uns hinaus zu denken. Über unsere kleinen Sorgen und Probleme. Wir können uns in der Welt verorten. Uns gegenseitig wahr- und annehmen. Geborgen fühlen in der Liebe Gottes.

Das gibt Halt und Zusammenhalt.

 

Weil Worte einen „Zauber“ in sich tragen können, tun uns bestimmte Gebete besonders wohl

Beten, ob allein oder in Gemeinschaft, ist ein Gespräch mit Gott, ein Sprechen mit einem Gegenüber. Und dieses Sprechen geschieht mit Worten.

„ … Worte waren ursprünglich Zauber, und das Wort hat noch heute viel von seiner alten Zauberkraft bewahrt. Durch Worte kann ein Mensch den anderen selig machen oder zur Verzweiflung treiben … Worte rufen Affekte hervor uns sind das allgemeine Mittel zur Beeinflussung der Menschen untereinander.“ Sigmund Freud

 Wer betet, richtet an Gott, die Welt oder an sich selbst einen Appell. Er legt seine Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Teilaspekt seiner Welt und teilt darüber etwas mit. Dabei sprechen bestimmte Worte oder das Poetische in Gebeten direkt Gefühle in uns an und können bewusst oder unbewusst Assoziationen auslösen. 

Im Gebet können wir unsere Aufmerksamkeit in hilfreicher Weise auf gewünschte Veränderungen und zu erreichende Ziele und Lösungen richten. Dieser andere Blick hilft uns manchmal, die Dinge distanzierter, oder aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Gelegentlich erleben wir so auch zusätzliche Wahlmöglichkeiten, neue Zugänge und Auswege sowie Halt und Orientierung.

Das ist natürlich nicht nur beim Beten so, auch im Alltag beeinflussen wir uns mit unseren gedachten oder ausgesprochenen Gedanken selbst und andere. Es wäre deshalb wünschenswert, oft wiederholte sprachliche Muster daraufhin zu überprüfen, welche Wirkung sie entfalten und welche Wirkung in einer bestimmten Situation besonders hilfreich und wünschenswert wäre.

Prüfen Sie deshalb, welche Gebetstexte und welche Gebetsanliegen Ihnen besonders entsprechen. Wählen Sie für sich und ihre Familie Tischgebete, die eine gute Atmosphäre schaffen, wohlwollend sind und gute Gefühle auslösen. Tauschen Sie sich ruhig darüber aus, wer sich von welchen Anliegen oder Formulierungen besonders angesprochen fühlt.

 

Weil wir Impulse geben und erhalten!

Wir haben uns viele Gedanken gemacht über das Beten in unseren Familien. Beim Essen, am Küchentisch. Dabei hatten wir hauptsächlich das Mittag- und Abendessen im Blick. Und eine Familie mit Vater, Mutter, Tochter, Sohn. Ein Klischee, zugegeben.

Jetzt sind Sie dran! Teilen Sie Ihre Lebenserfahrungen mit uns. Wie sieht Ihre persönliche Tischkultur aus? Beten Sie mit Ihrer Familie? Welche Art von Gebeten bevorzugen Sie? Kann Schweigen für Sie auch ein Gebet sein? Welche der für Sie gesammelten Gebete gefallen Ihnen ganz besonders? Welches Gebet fehlt?

Wir freuen uns auf Sie!